Ausüben der Jagd

Schutz milchtragender Muttertiere

 

Art. 11 JaV

 

1 Milchtragende Gämsgeissen und Hirschkühe dürfen nicht erlegt werden.

 

2 Wird eine milchtragende Gämsgeiss oder Hirschkuh trotz sorgfältigem Ansprechen nicht erkannt und erlegt, muss die Erlegerin oder der Erleger das Tier in die Abschusskontrolle eintragen und die in Anhang 2 festgelegte Gebühr entrichten.

 

3 Gestützt auf die Ziele und Massnahmen der Jagdplanung und nach Anhörung der KJW kann die Volkswirtschaftsdirektion jeweils für eine Jagdsaison und für einzelne, untragbare hohe Bestände aufweisende Wildräume die Erlegung milchtragender Rothirschkühe gestatten, aber nur mit der Auflage, dass das Muttertier zusammen mit dem Kalb erlegt und beide Tiere gleichzeitig zur Kontrolle vorgewiesen werden.

 

 

Weidgerechtigkeit

 

Art. 12 JaV

 

Gegen die Weidgerechtigkeit verstösst, wer

 

a   von ihren Jungtieren begleitete Gämsgeissen, Hirschkühe oder Wildschweinbachen erlegt,

 

b   die zeit- und fachgerechte Nachsuche unterlässt,

 

c   Wildtieren unnötige Qualen zufügt.

 

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